Der Grünraum ist Papi geworden!

Slowflower-Neuigkeiten! Der Grünraum ist Papi geworden! Nicht nur ein Baby, nein, auch keine Zwillinge… Wie viele Keimlinge aus den sage und schreibe 10‘000 Samen tatsächlich gekeimt haben, habe ich nicht gezählt. Aber es sind einige=). Die Protagonisten des Sommers 2022: Von Kosmeen über Löwenmäulchen bis hin zu Zinnien ist alles dabei. Bis jetzt sind es 21 Sorten, die im Sommer den Weg in Grünraums Blumensträusse finden werden.

Was bisher geschah:
Einrichten der Kinderstube: Der Kyburg-Acker wird zum Schnittblumenfeld. Nach und nach, Schweisstropfen für Schweisstropfen, entstehen Beete. Als erstes musste der Boden mit einer Fräse bearbeitet werden. Dabei wurde die Gründüngung eingearbeitet und der Boden gelockert. Eine Bodenanalyse gab uns Hinweise auf einen niedrigen Kaliumwert, den wir mit biologischem Dünger ausgeglichen haben. Das Highlight des Blumenfelds: Das Bewässerungssystem. Die Installation war ziemlich Zeitintensiv, ein Vielfaches an wertvoller Zeit kann damit aber wieder eingespart werden. Jedes Beet kann nun nämlich, ohne einen Finger zu zucken, bewässert werden.
Damit uns das Beikraut nicht um die Ohren wächst, kam eine Biomulchfolie ins Spiel. Diese Mulchfolie besteht aus Maisstärke und ist innert wenigen Monaten biologisch abbaubar. Befestigt haben wir sie mit Holzpfählen, die gleichzeitig die beiden Drahtgitter stabilisieren, die in Zukunft als Rank- und Standhilfe dienen werden.

Aber zurück zu den Babys. Wir haben beschlossen, die meisten Sorten als Vorkultur zu ziehen und uns gegen einen Schnecken-Konflikt entschieden. Der kommt dann schon früh genug. Bei der Vorkultur werden die Samen in Saatschalen mit Anzuchterde von Ökohum gesät. Geheimtipp: Zusätzlich habe ich einen Mykorrhiza-Pilz in die Erde eingearbeitet. Dieser hilft den Keimlingen durch die Vergrösserung der Wurzeloberfläche zu Wasser und Nährstoffen zu gelangen, gebundene Nährstoffe und Mineralien werden verfügbar gemacht und somit wachsen die Pflänzchen schneller.

Obwohl die Anzucht indoor Platz und Zeit frisst, überwiegen die Vorteile gegenüber der Direktsaat:
+ Laamsüüder-Samen werden nicht von Beikraut, das schneller wächst, verdrängt
+ In den Saatschalen kann man feinkörnige Samen besser säen
+ Die meisten Samen brauchen zur Keimung 18 – 22 Grad, also kann man früher beginnen
+ Durch die optimalen Bedingungen wachsen die Pflänzchen schneller

Die Sämlinge gedeihen richtig gut. Damit sie sich noch kräftiger entwickeln spritze ich regelmässig Effektive Mikroorganismen. Ich bin so Fan von EM. EM sind sooo toll. Es isch total party! Effektive Mikroorganismen sind Bakterien, die schädliche Organismen unterdrücken und regenerativ wirken. Sie stärken die Pflanze natürlich, sodass die Keimlinge resistenter gegen Krankheiten und Schädlinge sind.

Bald wird es den Babys in den Anzuchtschalen zu eng. Damit ihre Wurzeln sich nicht verheddern und sie ungestört weiterwachsen können müssen wir sie bald pikieren. Jedes Pflänzchen bekommt bald sein eigenes Plätzchen in einer Multitopfplatte.
Die winterharten Einjährigen können dann schon bald abgehärtet werden. Sie werden dann ein wenig geplagt, werden kälteren Temperaturen ausgesetzt, damit sie in der Wildnis aka Kinderstube alias Schnittblumenfeld, dann keinen Schock bekommen.

Das waren die aktuellen Slowflower-News – E gueti Ziit und uf wiederluege!